Der rasante Fortschritt der künstlichen Intelligenz verändert Alltag, Arbeit und Kommunikation. Diese Entwicklung betrifft nicht nur junge Generationen, sondern zunehmend auch ältere Menschen. Viele Seniorinnen und Senioren fragen sich, ob es sich im höheren Alter noch lohnt, sich mit neuen digitalen Technologien auseinanderzusetzen oder ob der Zug bereits abgefahren ist. Gerade in einer alternden Gesellschaft wie der Schweiz gewinnt diese Frage an Bedeutung, weil digitale Teilhabe immer stärker über Selbstständigkeit und soziale Integration entscheidet.
Studien zeigen, dass Lernfähigkeit nicht an ein bestimmtes Alter gebunden ist. Eine Untersuchung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung belegt, dass kontinuierliches Lernen kognitive Fähigkeiten auch im Alter stabilisieren kann (OECD, 2021). Gleichzeitig weist eine Studie der Universität Zürich darauf hin, dass der gezielte Einsatz digitaler Werkzeuge bei Menschen über 65 das Gefühl von Selbstwirksamkeit erhöht und soziale Isolation reduziert (Seifert et al., 2022). KI-Anwendungen wie Sprachassistenten oder automatische Übersetzungen senken dabei technische Hürden erheblich und erleichtern den Einstieg.
Die Auseinandersetzung mit KI im Alter bietet Chancen, birgt aber auch Risiken. Einerseits kann sie Autonomie fördern und den Zugang zu Informationen vereinfachen, andererseits besteht die Gefahr der Überforderung oder des Ausschlusses bei fehlender Unterstützung. Entscheidend ist daher ein niederschwelliger, praxisnaher Zugang, der sich an den Lebensrealitäten älterer Menschen orientiert und Ängste ernst nimmt, ohne die Möglichkeiten der Technologie zu unterschlagen.
Empfehlung des KI-Kompetenzzentrum:
Die Beyonder AG begleitet ältere Menschen und Organisationen dabei, den Umgang mit KI verständlich und alltagstauglich zu gestalten. Im Fokus steht nicht die Technik selbst, sondern die Befähigung der Menschen, digitale Werkzeuge sinnvoll und selbstbestimmt zu nutzen. Durch praxisnahe Formate und individuelle Begleitung wird der technologische Wandel zugänglich gemacht, ohne zu überfordern.
Links und Quellen:
OECD, Education at a Glance, OECD, 2021, https://www.oecd.org/education/education-at-a-glance/
Seifert, A. et al., Digitale Kompetenzen im Alter, Universität Zürich, 2022, https://www.zfg.uzh.ch/de/forschung/digitalisierung-und-alter.html


